Presse-Information

1&1 setzt auf grünen Strom

Größter Webhoster bezieht ausschließlich Strom aus erneuerbaren Quellen /// Ersparnis von bis zu 30.000 Tonnen CO2 pro Jahr /// Rechenzentren nutzen sparsame Hard- und Software

Montabaur, 3. Dezember 2007. Die 1&1 Internet AG, weltweit größter Webhoster, versorgt ab 1. Dezember ihre Rechenzentren und Bürogebäude in Karlsruhe und Baden-Baden mit Strom aus erneuerbaren Quellen wie Wind- und Wasserkraft und Sonnenenergie. Lieferant sind wie in den vergangenen Jahren die Stadtwerke Karlsruhe, die im Rahmen des internationalen Zertifizierungssystems für erneuerbare Energien, RECS, sowohl selbst "grünen Strom" produzieren als auch von anderen Lieferanten beziehen.

"Wir sind stolz, als erster großer deutscher Webhoster nur noch Strom aus regenerativen Quellen zu nutzen", sagt Achim Weiss, Vorstand Technik und Entwicklung bei 1&1. "In unseren deutschen Rechenzentren betreiben wir mittlerweile gut 40.000 Server, die im Jahr 50 bis 60 Gigawattstunden Strom verbrauchen. Mit dem Umstieg auf klimafreundliche Energie können wir so einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz leisten." Neben den Rechenzentren werden auch zwei Bürogebäude von 1&1 in Karlsruhe mit rund 1.300 Mitarbeitern mit erneuerbarer Energie versorgt.

In den Rechenzentren in Karlsruhe und auf dem Gelände des Baden-Airparks werden Daten von 1&1 Kunden aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Spanien verwaltet. Auch die Nutzer der großen E-Mail-Anbieter WEB.DE und GMX, beides Tochtergesellschaften der 1&1 Internet AG, haben so künftig die Gewissheit, dass ihre Postfächer "grün" sind.

"In diesem Jahr hat sich der Anteil an ökologisch erzeugtem Strom am gesamten Stromverbrauch in Deutschland auf über 15 Prozent erhöht", so Dr. Thomas Unnerstall bei den Stadtwerken Karlsruhe Geschäftsführer für Vertrieb und Handel. "Wir freuen uns, dass sich 1&1 für Ökostrom entschieden hat und wünschen, dass noch weitere Großkunden nachziehen." Rund 30.000 Tonnen CO2 können durch das Engagement von 1&1 so eingespart werden.

Den Ökostrom buchen die Stadtwerke zu einem großen Teil über das so genannte Renewable Energy Certificate System (RECS). Es ist ein in 15 europäischen Ländern eingeführtes System, das anhand international kompatibler Kriterien die Produktion und den Handel mit Ökostromzertifikaten ermöglicht. RECS-Zertifikate dienen dabei als Nachweis über eine umweltfreundliche Stromproduktion. Sie können unabhängig von der physikalischen Stromproduktion gehandelt werden und sollen den Ausbau regenerativer Energien in Europa fördern.

"Wir wollen aber nicht nur sauberen Strom, wir wollen auch möglichst wenig Energie verbrauchen", sagt Achim Weiss. "Deshalb setzen wir zum Beispiel schon seit Jahren besonders effiziente Netzteile mit weniger als 20 Prozent Wärmeverlust ein und verzichten bei unseren Servern auf überflüssige Komponenten. Und schon ab 10 Grad Außentemperatur kühlen wir unser Rechenzentrum über Freikühler, die ohne energiehungrige Kompressoren auskommen." Auch die Software kann helfen, Strom zu sparen: Das Webhosting-Betriebssystem hat 1&1 basierend auf einer so genannten Linux-Distribution selbst entwickelt, so dass auf einem Rechner Ressourcen schonend die Daten von bis zu 10.000 Kunden verwaltet werden können.

"Letztlich liegt das Strom sparen aber auch in unserem eigenen Interesse", erläutert 1&1 Technikchef Weiss: "Nach den Kosten für Geräte und Infrastruktur ist die Stromrechnung der zweitgrößte Posten beim Betrieb eines Rechenzentrums". Auch die 1&1 Rechenzentren in den USA sollen im nächsten Jahr auf klima-neutralen Strom umgestellt werden.
Abdruck honorarfrei. Wir würden uns bei einer Veröffentlichung über ein Belegexemplar freuen.

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